BIENEN, VÖGEL UND MENSCHEN - Kompetenzinitiativecompetence- ?· Herausgegeben von Prof. Dr. med. Karl…

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  • BIENEN, VGEL UND MENSCHENDie Zerstrung der Natur durch Elektrosmog

    Ulrich Warnke

    Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks

    Eine Schriftenreihe der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch,

    Umwelt und Demokratie

    Heft 1

  • Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks

    Eine Schriftenreihe der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie

    Herausgegeben von Prof. Dr. med. Karl Hecht, Dr. med. Markus Kern, Prof. Dr. phil. Karl Richter und Dr. med. Hans-Christoph Scheiner

    Wissenschaftlicher Beirat:Prof. Dr. rer. nat. Klaus BuchnerProf. Dr. med. Rainer Frentzel-BeymeDr. rer. nat. Lebrecht von KlitzingProf. Dr. phil. Jochen SchmidtProf. Dr. jur. Erich Schndorf Dr. rer. nat. Ulrich WarnkeProf. Dr. med. Guido Zimmer

    Bildnachweis:

    Titelseite: Nils Steindorf-Sabath

    www.aboutpixel.de

    Heft 1

    Alle Urheberrechte vorbehaltenISBN: 978-3-00-023124-7

    Kempten, 1. Auflage: November 20072. Auflage: April 2008

  • BIENEN, VGEL UND MENSCHENDie Zerstrung der Natur durch Elektrosmog

    Vorwort der Herausgeber

    Einfhrung des Verfassers

    1. Die Organisation des Lebens als Grund seiner Verletzbarkeit

    2. Vom Verschwinden der Bienen und Vgel

    3. Wirkungsmechanismen der Desorientierung und Schdigung

    4. Menschen erleiden Funktions-strungen

    5. Zusammenfassung

    Wissenschaftliche Literatur

    Glossar (GL)

    4

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    Ulrich Warnke

  • Der Biowissenschaftler Ulrich Warnkekennt den elektromagnetischen Haus-halt der Natur wie nur Wenige. In derhier vorgelegten Schrift zeigt er, wieweise und feinfhlig die Natur elektri-sche und magnetische Felder fr denAufbau des Lebens genutzt hat. Aberer kann eben deshalb auch berzeu-gend kritisieren, wie tricht und ver-antwortungslos die Gegenwart in die-sen Haushalt eingreift.

    Nach den Erkenntnissen seiner Schriftsind die Verantwortlichen aus Politik,Wirtschaft und Wissenschaft dabei, imVerlauf weniger Jahrzehnte zu zerst-ren, was die Natur in Millionen vonJahren aufgebaut hat. Die Spuren die-ser Zerstrung sind der Lebenswelt un-serer Gegenwart lngst ein geschrieben.Doch die Schrift zeigt, wie kurzsichtigin gesundheitlicher und wirtschaftli-cher Hinsicht vor allem auch mit denLebensrechten knftiger Generationenumgegangen wird.1 Das alles wirdnicht im Sinne von Wahrscheinlichkei-ten, son dern auf der Grundlage nach-prfbarer Wirkungsmechanismen doku-mentiert. Das sollte auch diejenigennachdenklich machen, die ihr Handelnregelmig mit dem Argument zurechtfertigen pflegen, dass ihnen exaktbewiesene Schdigungen nicht bekan ntseien.

    Im Begriff ,Kommunikationsfunk fas-sen wir alle Techniken schnurloser Kom-munikation zusammen, die in im mergrerer Zahl Wohngebiete und Um-

    welt mit einer zunehmenden Dich teelektromagnetischer Felder berzie-hen. Wie viel an schdigenden Wir-kungen solcher Felder lngst bewiesenist, hat ein umfassender Forschungs-bericht der BioInitiative Working Group,eines Konsortiums renommierter inter-nationaler Wissenschaftler, so eben ge-zeigt (www.bioinitiative.org). Er bewer-tet die geltenden Grenzwerte als un-taugliches Konstrukt, das niemandenschtzt. Die Europische Umweltagen-tur (EUA), oberste wissenschaftlicheUmweltbehrde der EU, hat auf dieserGrundlage vor der Mglichkeit drohen -der Umweltkatastrophen durch die zu-nehmende Dichte elektromagnetischerFelder gewarnt. Und der Koordinatordes europischen Reflex-Projekts, Prof.Franz Adlkofer, hat die ffentlichkeitber neue Forschungsergebnisse infor-miert, die eine hochgradige Gentoxizi-tt der UMTS-Strahlung belegen.

    In die amtliche und industrieseitige,Aufklrung, mit der die Bevlkerungversorgt wird, dringt bislang kaum et -was an solchem Risikobewusstsein ein.Der Bevlkerung wird versichert, dasssie durch Grenzwerte und Messungenihrer Einhaltung bestens geschtztund die UMTS-Strahlung genau so be-kmmlich sei wie die GSM-Strahlung,mehr Antennen inmitten von Wohnge-bieten grundstzlich zu empfehlen.2

    Und whrend Ulrich Warnke die ganzeVerletzbarkeit von Mensch und Um-welt demonstriert, wird uns gesagt,wir seien robuster organisiert als un-

    sere Maschinen.3 Was ursprnglich,Strahlenschutz sein sollte, ist zumSchutz geschftlicher Interessen ver-kommen.

    Die Verstrickung des Staates in die Ge-schfte der Industrie, der hohe Pro-zentsatz industriefinanzierter For schungund industriegefllige Gremien wieBerater haben ein fragwrdiges Sys -tem des Umwelt- und Verbraucher-schutzes hervorgebracht. Zur Kenntnisgenommen und gefrdert wird nur,was gemeinsame geschftliche Inter-essen nicht ernstlich gefhrdet. Mitden Schutzrechten der Brger und denLeiden von Menschen wird umgegan-gen, als gebe es sie nicht. Die politischVerantwortlichen haben offenbar nochimmer nicht begriffen, dass sich ihrefahrlssige Handhabung der Vorsorge-pflicht lngst als eine der Hauptursa-chen bisheriger Umweltkatastrophenund -skandale erwiesen hat.4

    In Auseinandersetzung mit einer Poli-tik des Leichtsinns hat eine interdiszi-plinre Gemeinschaft von Wissen-schaftlern und rzten im Mai 2007 dieKompetenzinitiative zum Schutz vonMensch, Umwelt und Demokratie ge-grndet (www.kompetenzinitiative.de).Mit der hier vorgelegten Schrift erff-net sie eine neue wissenschaftliche Rei-he. Die darin gebotenen Erkenntnisseverstehen sich als Korrektiv einer ver-harmlosenden ,Aufklrung, die gefhr-det, nicht schtzt. Die Reihe strebt einhohes fachliches Niveau der Informa-

    Vorwort der Herausgeber zur Erffnung der Schriftenreihe Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks

    1 Zur Schdigung der Kinder und Jugendlichen auch den von Heike-Solweig Bleuel hrsg. Sammelband Generation Handy grenzenlos im Netz verfhrt,St. Ingbert 2007.

    2 So Wissenschaftler der Jacobs University Bremen-Grohn unter Leitung von Prof. Alexander Lerchl: UMTS doch nicht schdlicher als GSM, www.pc- magazin.de, 2.7.2007, und A. Lerchl in einem Vortrag in Ritterhude lt. Zeitungsbericht des Osterholzer Kreisblatts vom 16.6.2007: Mehr Funkmas-ten in die Ortsmitte. Professor Lerchl appelliert an alle Kommunen: Keine Steuergelder fr weitere Mobilfunk-Studien ausgeben.

    Fr einen anderen Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie

    Vorwort

  • tion an, will aber auch fr interessierteLaien lesbar bleiben.

    Die berordnung konomischer Inter-essen ber Kultur und Moral hat ma-geblich dazu beigetragen, Deutschlandzu einem Absteigerland der Bildung zumachen. Wie der Journalist Hans Ley-endecker in seinem Buch Die groeGier 5 eindrucksvoll belegt, hat sieDeutschland auch eine neue Karriereauf der Stufenleiter der Korruptionbeschert. Der WirtschaftsstandortDeutschland brauche so seine Folge-rung nichts so sehr wie eine neueMoral. Dazu bedarf es aber auch an-derer Vorstellungen von Fortschritt.Unsere Zukunft wird sich nicht daranentscheiden, ob wir per Handy fernse-hen knnen. Sie wird davon abhngen,ob wir die Gestaltung unserer Lebens-welt und das Verhltnis zur Natur wie-der mehr an menschlichen, sozialenund ethischen Werten ausrichten.

    Alle, die ber den Tag hinaus denkenund fragen, was Menschen zu Men-schen macht, sehen wir aufgerufen, zudieser Zukunft beizutragen: Politiker,indem sie sich eher von Werten als vonkonomischen und wahltaktischen In-teressen leiten lassen; Wissenschaftlerund rzte, indem sie sich hufiger ih -rer Verpflichtung auf das Wohl von Ge-sellschaft und Menschheit erinnern;Konzerne, indem sie auch in Deutsch-land begreifen, dass sie Profit und Mo -ral in Einklang bringen mssen, wennsie lngerfristig erfolgreich bleiben wol-

    len. Ganz besonders aber brauchen wirkritische Brger, die zwischen techni-schem Fortschritt und Konsumtorheitunterscheiden knnen: Brger, die sichauch als Whler und Verbraucher dar-auf besinnen, dass die Demokratieeinst als Herrschaft, nicht als Beherr-schung des Volks geschaffen wurde.

    Die dramatische Hufung von Schdi-gungsnachweisen fordert von den po-litisch Verantwortlichen, die Schutzbe-stimmungen des Grundgesetztes undder Europischen Menschenre chtskon-vention ernst zu nehmen. Eine besten-falls halbe Wahrheit zur Richtschnureines Handelns zu machen, das berMillionen von Schutzbefohlenen ent-scheidet, scheint uns bei dem Standder Erkenntnis ein gesundheits- undzukunftspolitisches Ver brechen.

    Religise und ethische Kulturen be-kennen sich noch immer zu dem Auf-trag, die Schpfung zu bewahren. Dertatschliche Umgang damit aber wirdvon der Unkultur eines neuartigen Her -renmenschentums bestimmt, das ihreOrganisation rcksichtslos ausbeutet,manipuliert und zerstrt.

    Prof. Dr. Karl Hecht Dr. med. Markus Kern Prof. Dr. Karl Richter Dr. med. Hans-Christoph Scheiner

    3 So am Ende der vom Saarlndischen Ministerium fr Justiz, Gesundheit und Soziales verteilten Broschre Mobilfunk und Funkwellen: Informatio-nen, Fakten, Antworten, Saarbrcken 2005 (Abdruck einer Broschre des LfU Baden-Wrttemberg).

    4 Vgl. die von der Europischen Umweltagentur und in dt. bers. vom Umweltbundesamt hrsg. Schrift Spte Lehren aus frhen Warnungen: Das Vorsorgeprinzip 1896-2000, Kopenhagen und Berlin 2004.

    5 Die groe Gier. Korruption, Kartelle, Lustreisen: Warum unsere Wirtschaft eine neue Moral braucht, Berlin 2007. 4

    5

  • Die Frage nach kausalen Einwirkungenund der biologischen Relevanz elek tri-scher und magnetischer Gren wirdin der Regel gestellt, ohne zugleichnach der Beziehung zur Organisationdes Lebens zu fragen. Doch man darfdie eine Frage nicht von der anderenablsen. Welche Rolle spielen die elek-trischen und magnetischen Felder frdie Evolution und das Leben auf derErde? Welche Rolle spielen sie fr dieindividuelle Entwicklung und physio-logische Ausstattung des Organismus? Jeder, der sich mit solchen Fragen be-schftigt, gelangt frher oder spterzu der Erkenntnis: Die elektrischen undmagnetischen Felder unseres Planetenwaren nicht nur vor al

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