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    Я был, я есть, я буду

    Alexander Beck

    Александр Бекк

    Барнаул 2014

    Barnaul

    Ich war, ich bin, ich werde sein

    Я был, я есть, я буду

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    Ich war, ich bin, ich werde sein

    BBK 84 (2 Ros – Rus) 6-5 B 42

    Autor und Generalpartner des Projektes – J.J. Grinemaer, Leiter der Firma „Awtoplus“, Stadt Slawgorod

    Das Projekt wurde verwirklicht unter Mithilfe der AGV „Internationaler Verband der deutschen Kultur“ im Rahmen des Programms des Innenministeriums der Bundesrepublik Deutschland zu- gunsten der deutschen Minderheit in der Russischen Föderation.

    Redaktionskollegium: E. A. Berg – Interlinearübersetzung, Vorwort und Arbeit mit dem Archiv des Autors M. D. Alexenko – Interlinearübersetzung, Nachwort und Arbeit mit dem Archiv des Autors A. A. Karpow – Artdirektor

    Beck A.L. B 42 Ich war, ich bin, ich werde sein – Barnaul, 2014 – 232 S.

    © A.L. Beck, Gedichte, 2014 © J.J. Grinemaer, 2014 © S.E. Kljuschnikow, Nachdichtung, 2014 © А.А. Karpow, Gestaltung, 2014

    ББК 84 (2 Рос - Рус) 6-5 Б 42

    Автор и генеральный партнёр проекта – Я.Я. Гринемаер, руководитель фирмы «Автоплюс», г. Славгород.

    Проект осуществлён при содействии АОО «Международный союз немецкой культуры» в рамках Программы Министерства внутренних дел Федеративной Республики Германия в пользу немецкого меньшинства в Российской Федерации.

    Редакционная коллегия: Э.А. Берг – подстрочный перевод, предисловие и работа с архивом автора, М.Д. Алексенко – подстрочный перевод, послесловие и работа с архивом автора, А.А. Карпов – художественный редактор.

    Бекк А.Л. Б 42 Я был, я есть, я буду – Барнаул, 2014. – 232 с.

    © А.Л. Бекк, стихотворения, 2014 © Я.Я. Гринемаер, 2014 © С.Е. Клюшников, перевод, 2014 © А.А. Карпов, оформление, 2014

    Zusammengestellt und verfasst von Alexander Pak Nachdichtung – S.E. Kljuschnikow Rezensentin – Doktor der Philologie, Professor Elena Seifert

    Редактор-составитель: Александр Пак Литературный перевод – С.Е. Клюшников Рецензент – доктор филологических наук, профессор Елена Зейферт

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    Я был, я есть, я буду

    An den Leser

    Heute liegt dem Leser ein neuer Sammelband ausgewählter Werke von Alexander Beck vor, einem Russlanddeutschen, der das harte Schicksal seines Volkes in den Kriegs- und Nachkriegsjahren in vollem Maße teilte. Alle wurden sie von dem Autorenteam aus dem Privatarchiv des Schriftstellers, das uns von seinem Sohn Wladimir Beck freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde, liebevoll auserwählt und werden zum ersten Mal veröffentlicht. Sie widerspie- geln sein ganzes Leben, voll von harten Prüfungen, aber auch von menschlichen Freuden nicht frei, und somit die vielfältige Palette seiner Seele und Emotionen. Seine Lyrik atmet einfach Licht und Optimismus, was mich, einen Menschen, den das Schicksal persönlich mit dem Dichter zusammenführte, besonders erstaunt, und das nicht nur an ihm, sondern auch an allen seinen Zeitgenossen, die die schreckliche Hungersnot, die Härten der Deportation, die unmenschliche Lebensbedingungen in der Arbeitsarmee und im tiefen Hinterland am eigenen Leib verspüren mussten.

    Geboren wurde der Dichter im Gebiet Saratow an der Wolga, wo er im Dorf Maienheim seine Kinderjahre verlebte und seine ersten Schritte im Dichten machte und wo man ihm für die Liebe zur Poesie noch in der Schule den Spitz- namen Puschkin-Beck anhang. Als der Krieg ausbrach, hatte er gerade acht Klassen der Dorfschule hinter sich. Damit war seine Bildung abgeschlossen. Im Weiteren wurde das Leben selbst zu seinem Lehrer, zuerst in der Arbeitsarmee bei Nowosibirsk und dann in Slawgorod in der Altairegion. Und überall, egal, wo er auch war oder was er auch tat, schrieb er Gedichte. Gedichte, die durch ihre Tiefe und sein Verständnis für das Leben einen direkt mitreißen. Gedichte, den einfachen Menschen im Geiste sehr nah, weil sie von einem Menschen aus ihrer Mitte stammen, der selbst all die Leiden und Freuden des Lebens erlebt hat.

    Der Dichter schrieb meistens in seiner Muttersprache – Deutsch –, und erst in den letzten Jahren seines Lebens begann er in russischer Sprache zu dichten. Der Großteil dieser russischen Gedichte gingen in den Sammelband „Gudki pamjati“ (Erinnerungsglocken) ein (Barnaul, 2013), der heute nicht nur bei der älteren, sondern auch bei der jungen Generation beliebt ist. Vielleicht eben deshalb kam dem Slawgoroder Unternehmer und Mäzen Jakow Grinemaer die Idee, die Leser auch mit den deutschen Gedichten des Dichters bekannt zu ma- chen, indem sie mit Übersetzungen ins Russische verfasst werden. Um so mehr noch, dass der erste Versuch, das Schaffen der deutschen Schriftsteller einem breiteren Leserkreis nahezubringen, und nämlich die zweisprachige Anthologie „Begegnungen im August“ (Barnaul, 2011), großen Erfolg erntete. Sie stellte den

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    Ich war, ich bin, ich werde sein

    Poesieliebhabern acht Autoren vor, die einst im Altai lebten und wirkten. Viele in diesem Buch veröffentlichte Gedichte, von einer Gruppe moderner Dichter des Altai ins Russische übersetzt, wurden wiederum von Altaier bekannten Komponisten und Barden vertont.

    Dieser Erfolg begeisterte das schöpferische Team und schon bald erschien das zweite Buch dieser zweisprachigen Serie „Kunkel im Weltgetriebe“. Dieses autobiographische Poem von Alexander Beck, das neben dem Original noch in freier Übersetzung ins Russische von Alexander Pack verfasst und vom Künst- ler und Grafi ker Iwan Friesen illustriert wurde, fand wie auch die vorherigen sehr schnell Anerkennung bei einem breiten Leserkreis. Zu einem logischen Abschluss des geplanten Projekts sollte das dritte Buch des Dichters Alexander Beck mit dem Titel „Ich war, ich bin, ich werde sein“ werden.

    Also. Die umständliche Arbeit an dem neuen Buch begann. Die Mitarbeiter der deutschsprachigen Beilage zur Zeitung „Altajskaja prawda“ durchstöberten das Privatarchiv des Dichters auf der Suche nach noch nicht veröffentlichten Gedichten. Zur nächsten Etappe, wobei zu sagen sei, der vielleicht mühsamsten, wurde die Vorbereitung der Interlinearübersetzung für den Dichter-Übersetzer. Die literarische Übersetzung machte diesmal der bekannte Altaier Dichter aus Barnaul Sergej Kljuschnikow. Selbstverständlich, widergibt die Übersetzung, auch die erfolgreichste, nicht immer die ganze Kraft und den Charme des Ori- ginals. Doch in diesem Buch hat Sergej Kljuschnikow meiner Meinung nach seine keineswegs leichte Aufgabe mit gebührender literarischer Meisterschaft hervorragend gemeistert. Es gelang ihm, der ideologischen und künstlerischen Originalität wie dem Geist des Originals maximal nahe zu kommen.

    Ich möchte hoffen und glauben, dass die in diesem Buch veröffentlichten Verse des Dichters Alexander Beck seinen dankbaren Leser fi nden werden und die nachstehenden Zeilen aus seinem Gedicht „Ich war, ich bin, ich werde sein“ sich als prophetisch erweisen werden:

    Ich bin Vergangenheit, bin Gegenwart und Zukunft! Mein stolzes WIR! Wer könnte es verneinen. Drum fürcht ich nicht der Weltenstraßen Zugluft. Ich bürg für alle, alle – für mich einen.

    Erna Berg, Journalistin, Übersetzerin, Mitarbeiterin des Blattes „Zeitung für Dich“

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    Я был, я есть, я буду

    К читателю

    Сегодня вниманию читателя предлагается новый сборник избранных произведений Александра Бекка, российского немца, который в полной мере разделил нелёгкую участь своего народа в военные и послевоенные годы. Все они любовно отобраны авторским коллективом из личного архива писателя, который любезно предоставил нам его сын Владимир Бекк, и публикуются впервые. В них отражена вся его, полная нелёгких испытаний, но и не лишённая человеческих радостей, жизнь, вся много- образная палитра его души и переживаний. Его лирика проникнута светом и оптимизмом, что меня, человека, которого судьба лично свела с автором, особенно поражает не только в нём, но и во всех представителях старшего поколения немецкого народа, испытавших на себе голод, тяготы депорта- ции, нечеловеческие условия жизни в трудовой армии и в глубоком тылу.

    Род

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