21.01.2009 thomas billerbeck copyright bvk grundsatzprogramm des bundesverbandes deutscher...

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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK GRUNDSATZPROGRAMM des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute e.V. Berufsvertretung und Unternehmerverband der selbstndigen Versicherungs- und Bausparkaufleute - Stand 6. Mrz 2009 -
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK Warum ein Grundsatzprogramm?
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 1 der Satzung des BVK Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. ist der Zusammen- schluss der selbstndigen Versicherungskaufleute und der selbstndigen Bausparkaufleute Deutschlands. Der Verband hat seinen Sitz in Bonn; er ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts Bonn eingetragen.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 2 der Satzung des BVK Der Verband hat den Zweck, die beruflichen, wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Belange des Berufsstandes wahrzunehmen und zu frdern. Zu seinen Aufgaben gehren: 1. die ffentlichkeit mit der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Berufs- standes der selbstndigen Versicherungskaufleute und der selbstndigen Bausparkaufleute vertraut zu machen, 2. Behrden, Krperschaften, Parteien, Verbnde, Vertretervereinigungen und Presse in berufsstndischen Fragen zu informieren, 3. Ausknfte und Gutachten zu erteilen, die Mitglieder in Berufsangelegenheiten zu beraten, die Mitglieder bei Antrgen oder Beschwerden zu untersttzen, den Mitgliedern aktive Rechtshilfe zu gewhren, wenn dies nicht gegen Verbands- interressen verstt, 4. die Berufsbildungsarbeit zu frdern und das fachliche Wissen der Mitglieder zu vertiefen, 5. den Berufsstand von ungeeigneten Personen freizuhalten, 6. den unlauteren Wettbewerb zu bekmpfen, 7. die Interessen des Berufsstandes international und in der Europischen Union zu vertreten.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK Was ist ein Grundsatzprogramm?
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK Was ist ein Grundsatzprogramm? Ein Grundsatzprogramm enthlt die gesammelten Forderungen, Ziele und Werte eines Verbandes. Es konstituiert die Identitt des Verbandes, integriert damit nach innen und grenzt nach auen ab. Antworten auf aktuelle politische Fragen werden selten in einem Grundsatzprogramm gegeben, da es langfristig angelegt und relativ abstrakt gehalten ist. Das Grundsatzprogramm unterscheidet sich somit von einem Aktionsplan, der fr den mittelfristigen Zeitraum einer Amtsperiode konzipiert ist. Das Grundsatzprogramm unterscheidet sich auch von Satzungen, Ordnungen und Organisationsstatuten. Es wird von einer Grundsatzkommission erarbeitet und von der Mitgliederversammlung beschlossen. In strkerem Mae als durch das Grundsatzprogramm wird ein Verband vom Mitglied ber ihre Reprsentanten und ihre aktuelle Politik identifiziert. Die Reprsentanten sind jedoch gehalten, sich am Grundsatzprogramm zu orientieren und die Inhalte des Programms ber ihre Handlungen und Aussagen zu transportieren.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK Inhaltsverzeichnis 1. Vorwort 2. Gesellschaftspolitische Aufgabe 3. Heimat der Versicherungskaufleute 4. Verantwortung und im Dienste seiner Mitglieder 5. Beruf im Zeitwandel 6. Versicherungsvermittler sichern und schaffen Arbeitspltze 7. Wirtschaftliche Grundlage 8. Vermittlung in Zukunft 9. Vertretervereinigungen und Gemeinsames Haus 10. Vertriebsrechtliche und handelsrechtliche Aspekte 11. Finanzdienstleistungen und Bausparen 12. Anbieter und Garant von Qualifizierungen 13. Nationaler und internationaler Lobbyist 14. Verhltnis zu Versicherungs- und Bausparunternehmen 15. Der BVK in der Gesellschaft 16. Ein Verband mit Zukunft
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 2. Gesellschaftspolitische Aufgabe Mit der intensiven und qualifizierten Kundenberatung haben die Versicherungs- und Bausparvermittler eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen, der sie sich weiterhin verpflichtet fhlen. Durch das demographiebedingte Versagen der Sozialsysteme steht die private Vermgensbildung am Anfang. Der Versicherungs- und Bausparvermittler ist ein immer wichtigerer Informant, Berater und Betreuer des Einzelnen. Wir tragen auch Verantwortung das Bewusstsein des Menschen fr einen adquaten und dem Risiko angemessenen Versicherungsschutz zu frdern Individuelle Beratung konkurriert zu Massenangeboten. Der Kunde und nicht der Produktabsatz steht in den Vordergrund unseres Handelns. Staatlich auferlegten brokratischen Hindernissen gilt es abzubauen. Gesetzlich auferlegte Verpflichtungen, sind fr den Kunden entmndigend.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 3. Heimat der Versicherungskaufleute Als grter Vermittlerverband vertritt er die Interessen von Einzelmitgliedern und die ber Vertretervereinigungen organisierte Versicherungsvertretern. Der BVK ist die Interessenvertretung der im Vermittlerregister eingetragenen Versicherungs- und Bausparvermittler, egal ob eine Ttigkeit als Einfirmen- vertreter, als Mehrfachagent, als Makler, als natrliche Person, in der Rechtsform einer juristischen Person, als Finanzdienstleister, als Strukturvertrieb oder im Annexvertrieb erbracht wird. Auch den Vertretervereinigungen im Gemeinsamen Hauses wird eine berufs- und verbandspolitische Heimat geboten. Der BVK ist die Interessenvertretung aller Vermittler gegenber der Politik, der Versicherungs- und Bausparwirtschaft und der Gesellschaft. Die Mitgliedschaft im BVK ist freiwillig und geprgt von denen, die sich persnlich mit dem organisierten Berufsstand identifizieren.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 4. Verantwortung und im Dienste seiner Mitglieder Der BVK ist verpflichtet, gewissenhaft und ohne Vorteilsnahme die Interessen zu vertreten, die im BVK die berufliche Sicherheit, Geborgenheit und kollegialen Austausch suchen und finden. Das Handeln wird bestimmt durch Mitglieder, ehrenamtlichen Reprsentanten und hauptamtlichen Mitarbeitern, die sich dem Leitbild verpflichtet fhlen. Bezirks- und Regionalverbnde sind breit anzulegen, damit ein kollegialer Austausch und persnliche Gesprche zwischen Vorstnden der Bezirks- und Regionalverbnde gefhrt werden. Ehrenamtlich Ttige sollen fortlaufende Qualifizierungen erwerben. Das Wissen des Verbandes dient allen ehren- und hauptamtlichen Ttigen und steht als aktuelle Information zur Verfgung. Der BVK steht seinen Mitgliedern gegenber fr eine qualifizierte und kompetente Beratungs- und Betreuungsleistung.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 5. Beruf im Zeitwandel Neue Vertriebskanle, wie der des Internets, und neue Produktangebote, wie das der Finanzdienstleistungen, nehmen Einfluss auf das traditionelle Berufsbild der Versicherungs- und Bausparvermittler und auf die Kundenbeziehung. Von den Unternehmen wird gefordert, dem Vermittler der Zukunft Chancen und Mglichkeiten zu geben, seinen Strken und Fhigkeiten selbstndig ttig zu werden. Sollvorgaben fr einzelne Produkte hindern oftmals. Kein Direktvertrieb kann ein originres Kundenvertrauen begrnden, eine sachgerechte Versicherungs- und Bausparvermittlung kann regelmig nur durch persnliche Beratung erfolgen. Erfolgreiche Vertriebskonzepte werden durch Kostensparkonzepte zum Nachteil der Kunden ersetzt, begleitet durch qualifikationslose Seiteneinsteiger.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 6. Versicherungsvermittler sichern und schaffen Arbeitspltze Selbstndige Versicherungsvermittler bieten ca. 200.000 Arbeitspltze und bilden Versicherungskaufleute aus. Versicherungsunternehmen und Gesetzgeber sind aufgerufen, leistungsgerechte Provisionen anzubieten und unzumutbare Brokratiekosten zu vermieden und zu beseitigen. Als Arbeitgeberverband der selbstndigen Versicherungsvermittler tritt der BVK zusammen mit seinen Mitgliedern fr eine angemessene Vergtung der in den Agenturen beschftigten Arbeitnehmern und Auszubildenden ein.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 7. Wirtschaftliche Grundlagen Provisionen und Courtagen bilden die wirtschaftliche Grundlage des Berufs. Diese mssen dem Einsatz, den Aufgaben und den Leistungen des Vermittlers gerecht werden und ihm die wirtschaftliche Grundlage gewhrleisten. Gesetzliche Regulierungen, Vergtungen zu begrenzen, sind innerhalb eines freien Marktes und Wettbewerbes abzulehnen. Dienstleistungen, die nicht zu einem Vermittlungserfolg fhren, mssen generell entgeltfhig sein. Jede weitergehende Ttigkeit des Vermittlers, die er fr ein Unternehmen ausbt (Schadensregulierung, Inkasso, Policierung, o..), ist zu vergten. Einseitig gestaltete Unterwerfungsregelungen in Agenturvertrgen schaffen Abhngigkeiten. Fahrstuhlprovisionen, Abschlussvorgaben, Rennlisten, und Provisions-Clusterungen sind ungeeignete Manahmen. Dem Versicherungsmakler steht ein Courtageanspruch zu, der regelmig umsatzorientiert vom vermittelten Produkt anhngig ist. Bonifikationen oder andere Zusatzleistungen auerhalb der vertraglichen Courtage sind diesem fremd.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 8. Vermittlung in Zukunft Der Versicherungsbedarf wird zuknftig durch die Finanzierungsschwierigkeiten der gesetzlichen Sozialsysteme steigen. Der Beratungsbedarf kann nicht durch Direktvertriebskanle erfllt werden. Die Steuerung der Einfirmenvertreter nimmt zu und deren selbstndige Ttigkeit wird einengt. Dies wird dazu fhren, dass hufiger Vermittler die Einfirmenbindung hinterfragen. Der BVK untersttzt die Eigen- und Selbstndigkeit aller Versicherungs- und Bausparvermittler unabhngig von der Vertriebsform. Versuche, den Vertrieb in Vertriebsunternehmen oder Strukturvertriebe zu verlagern, lehnt der BVK ab. Nur eine Umfassende Qualifikation, die Bereitschaft zur stndigen Fort- und Weiterbildung und das Bewusstsein und Handeln eines selbstndigen Unternehmers fhren zum Erfolg.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 9. Vertretervereinigungen und Gemeinsames Haus Der BVK kann ohne jegliches Eigeninteresse unabhngig die Anliegen der Versicherungs- und Bausparvertreter wahrnehmen. Die Vertretervereinigungen agieren durch ihre Reprsentanten auch im berechtigten, eigenen beruflichen Interesse, das von den Vertragsbeziehungen zu den Versicherungs- und den Bausparunternehmen mitgeprgt wird. Im Zusammenwirken mit den Vertretervereinigungen und dem AVV werden die Anliegen der Vertreter in der ffentlichkeit und bei den Versicherungs- und Bausparunternehmen wahrnehmbar. Nur in Geschlossenheit und Solidaritt sind die Ziele des Berufsstandes erreichbar. BVK und AVV verpflichten sich zum solidarischen Handeln im Interesse aller Vertreter. Gemeinsames Ziel ist die Doppelmitgliedschaft der Versicherungs- vertreter im BVK und der Vertretervereinigung. Der BVK erwartet, dass er als Partner und nicht als Konkurrent dargestellt wird. Eine finanzielle Unabhngigkeit vom Unternehmen ist fr Vertretervereinigungen unabdingbar BVK und Vertretervereinigung sind in Verantwortung fr ihre gemeinsamen Mitglieder zur engsten Zusammenarbeit verpflichtet.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 10. Vertriebsrechtliche und handelsrechtliche Aspekte Das genderte VVG und das alte HGB werden den Vernderungen im Versicherungsvertrieb nicht gerecht. Die Vermittlung bedarf neuer Rahmenbedingungen, die den unterschiedlichen Produkten und Vermittlungsttigkeiten Rechnung tragen. Versicherungs- und Bausparprodukte sind dem Kunden transparent zu machen, ohne dass der Vermittler nicht geuerten Bedarf ermitteln muss. Die handelsrechtliche Bemhungspflicht darf nicht durch ein sich ausweitendes Weisungsrecht der Unternehmen ausgehhlt und ins Gegenteil verkehrt werden. Der Ausgleichsanspruch soll auch gelten fr den Fall der Eigenkndigung durch den Vermittler. Grundstzlich muss dem Vermittler das Wahlrecht zwischen Ausgleichsanspruch und Aufrechterhaltung des laufenden Provisionsanspruchs zustehen. Der Ausgleichsanspruch darf nicht in Anhngigkeit in Form von Altersversorgungen als Provisionsergnzungsentgelte stehen.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 11. Finanzdienstleistungen und Bausparen Die Tendenz geht zu einer Gesamtfinanzberatung aus einer Hand mit einer Vermischung von Produkten zwischen Versicherungs- und Finanzdienst- leistungsprodukten. Der Anlageberater und -vermittler der Zukunft wird in greren Agentureinheiten einen zunehmenden Teil der Palette aus Versicherungs-, Finanzdienstleistungs- und Bausparprodukten anbieten mssen. Die Ausweitung der Angebote hat zu einer einseitigen Verschiebung des Marktzugangs zu Gunsten von Banken gefhrt, die zu einem einseitigen Wettbewerbsvorteil fhrt. Der BVK tritt fr ein Verbot der datenrechtlich bedenklichen und rechtswidrigen Nutzung der den Banken vorliegenden Kundendaten ein. Ebenso stehen Kopplungsvertrge, in denen Banken die Kreditvergabe von dem Abschluss von Versicherungen oder Bausparvertrgen abhngig machen, einem freien Wettbewerb entgegen.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 12. Anbieter und Garant von Qualifizierungen Der BVK tritt fr eine generelle Sachkundeprfung als Qualifikation zum Beruf ein, die nicht in die Beliebigkeit von Versicherern und Vertrieben gestellt werden darf. Beratungsqualitt und Ausbildungsniveau werden zuknftig zum entscheiden- den Wettbewerbsfaktor. Die Leistungen und die Beratungsqualitt werden noch strker an den sich wechselnden und zunehmenden Wnschen der Kunden orientiert sein mssen. Qualitt und Zuverlssigkeit sind fr Mitglieder des BVK selbstverstndlich und begrnden die Bereitschaft und die Verpflichtung zur Fort- und Weiterbildung und damit zur Teilnahme an Angeboten der BVK- Bildungsakademie.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 13. Nationaler und internationaler Lobbyist Einflussnahme auf und Mitgestaltung von berufsrechtlichen Rahmenbedingungen der Versicherungs- und Bausparvermittler erfordern stetigen Kontakt eines Verbandes zu Regierungsstellen und zur Politik. Der BVK ist eingebunden in den Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) in Berlin und in das Internationale Bro der Versicherungsvertreter (Bureau International des Producteurs dAssurances et de Rassurances = BIPAR) in Brssel. Der BVK wird seine Bemhungen, Recht gestaltend auf die Rahmenbedingungen der Versicherungs- und Bausparvermittler einzuwirken, und seine breit angelegte Lobbyarbeit weiterhin intensivieren und ausbauen.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK 14. Verhltnis zu Versicherungs- und Bausparunternehmen Gemeinsam mit den Versicherungsunternehmen und seinem Spitzenverband, dem GDV, sucht der BVK im Gesprch nach Lsungen zu Fragen und Problemen des Vertriebs. Gemeinsamkeiten werden jedoch nicht auf Dauer festgeschrieben, vielmehr sind sie im Wege des gegenseitigen Verstndnisses den jeweiligen Entwicklungen anzupassen. Der BVK lehnt Bestrebungen ab, mit denen das Recht zur einseitigen Vertragsnderung durch Versicherungs- und Bausparunternehmen beansprucht wird. Der BVK wird Versicherungsunternehmen aktiv untersttzen, die sich im Sinne seines Grundsatzprogramms als fairer Vertragspartner ihrer gebundenen und ungebundenen Vermittler gerieren. Der BVK wird, wenn Versicherer verstrkt gegen die Ziele des Grundsatzprogramms und die Interessen der Versicherungs- und Bausparvermittler agieren, dies ber den Kreis der Beteiligten hinaus ffentlich machen.
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  • 21.01.2009 Thomas Billerbeck Copyright BVK Wie freuen uns auf Ihre Anregungen, konstruktiv und offen.